Perspektiven erhalten, Chancen erkennen

Das Jugendhilfe-Angebot des Berufsbildungswerkes Neckargemünd unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene mit besonderem Betreuungsbedarf auf dem Weg in ein selbstständiges und erfülltes Leben. Im Rahmen der stationären Jugendhilfe leben die jungen Menschen gemeinsam in Wohngruppen, erfahren vielfältige pädagogische Förderung, nutzen attraktive Bildungsangebote, können eine Berufsausbildung absolvieren und werden so an ein Leben als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft herangeführt. Jede Maßnahme orientiert sich dabei stets an den individuellen Fähigkeiten des Jugendlichen.

Aktuell können die Jugendlichen aus 40 staatlich anerkannten Berufen wählen. Inhaber eines Hauptschulabschlusses haben die Möglichkeit, an unserer Berufsfachschule die Mittlere Reife nachzuholen. Die Jugendlichen lernen ihren Alltag selbstständig zu organisieren, erwerben Sozialkompetenzen beim gemeinsamen Wohnen und übernehmen Verantwortung für ihre eigene Lebensplanung. Auf diese Weise wird der Alltag zu einem Lernfeld für eine eigenständige Lebensführung nach Verlassen des Berufsbildungswerkes.

Alle Prozesse, vom gemeinsamen Wohnen über die Organisation des Alltags bis hin zur verantwortlichen Lebensplanung werden von Fachkräften aus den Bereichen Sozialpädagogik, Therapie und Medizin aktiv begleitet. Zentrale Ziele der stationären Jugendhilfe sind:

  • Verselbstständigung
  • Aufbau von Zukunftsperspektiven
  • Aufnahme einer Berufsausbildung oder berufsvorbereitenden Maßnahmen
  • Aufbau und Verbesserung von Umgangsformen und sozialen Kompetenzen
  • Schulden-, Aggressions- und Drogenprävention
  • Zuverlässigkeit im Alltag
  • Soziale Anpassungsfähigkeit

 

An wen richtet sich unser Angebot?

Zielgruppe der stationären Jugendhilfe sind junge Menschen ab 15 Jahren mit individuellem Erziehungsbedarf und erhöhtem Betreuungsbedarf, die zur Bewältigung von Alltag, Freizeit und Beruf medizinische, therapeutische, sozialpädagogische oder pflegerische Unterstützung benötigen. Gründe, die eine stationäre Aufnahme notwendig machen, können z. B. psychische Erkrankungen und/oder starke Entwicklungs-verzögerungen sein. Oftmals fehlen zudem familiäre Strukturen, welche jungen Menschen für gewöhnlich Halt in dieser Lebensphase bieten. Die stationäre Jugendhilfe erfolgt bei gewöhnlicher Betreuung gemäß §§ 34, 35a, 41 SGB VIII, bei Jugendlichen mit erhöhtem Betreuungsbedarf gemäß § 35a SGB VIII.

Wann sollte ein stationärer Aufenthalt erfolgen?

Die Indikatoren für einen besonderen Förderbedarf bei Jugendlichen sind vielfältig und bedürfen in jedem Einzelfall einer individuellen Abklärung. Erste Anhaltspunkte, die für eine Aufnahme in die stationäre Jugendhilfe sprechen, sind:

  • Fehlendes oder mangelndes Sozialverhalten
  • Nicht vorhandenes Arbeits- und Leistungsverhalten
  • Drogenmissbrauch
  • Vorliegendes jugendpsychiatrisches Krankheitsbild
  • Entwicklungsverzögerungen
  • Entwicklungsstörungen im emotionalen und psychosozialen Bereich
  • Verhaltensauffälligkeiten mit somatischen Störungen

Jugendliche, die sich in einer akuten Suchtproblematik befinden, müssen vor der Aufnahme in die stationäre Jugendhilfe einen entsprechenden klinischen Entzug absolvieren. Ebenfalls ausgeschlossen von der stationären Jugendhilfe sind junge Menschen, die von akuten Krankheitsschüben betroffen sind und eine stationäre psychiatrische Behandlung benötigen.

Welche Leistungen umfasst die stationäre Jugendhilfe?

Die Leistungsbereiche nach SGB VIII gliedern sich in alltagspädagogische Leistungen, pädagogische Leistungen, therapeutische Leistungen, Leistungen zur Verbesserung der Erziehungsbedingungen in der Herkunftsfamilie sowie Leistungen zur schulischen Förderung, Ausbildung und Beschäftigung. Weiterhin wird unterschieden zwischen Regelleistungen wie der Erziehung, Betreuung und Versorgung im Berufsbildungswerk sowie individuellen Zusatzleistungen. Zu den Leistungen der stationären Jugendhilfe zählen unter anderem:

  • Unterbringung in einer Wohngruppe
  • Hilfen bei der Bewältigung des Alltags (Mahlzeiten, Hygiene etc.) und der Hinführung zur eigenständigen Lebensführung
  • Erstellung eines individuellen Förderplans
  • Unterstützung bei Schulbesuch und beruflicher Ausbildung
  • Unterstützung bei Freizeitgestaltung
  • Psychotherapie (Einzeltherapie, Gruppentherapie)
  • Trainingskurse
  • Eltern- und Familienarbeit
  • uvm.

Bei der Ermittlung des Unterstützungsbedarfs werden alle wichtigen Personen und Einrichtungen (z. B. Familie, Schule, Arbeitgeber, Jugendamt) mit einbezogen. Gerne stehen wir auch Ihnen für ein unverbindliches Kennenlernen und ein Beratungsgespräch zur Verfügung. Ebenso ist eine Führung durch die Räumlichkeiten des Berufsbildungswerkes Neckargemünd nach vorheriger Anmeldung möglich.

Welche gemeinsamen Ziele möchten wir mit Ihnen erreichen?

Mit unserem educare Klassikangebot verfolgen wir die folgenden Ziele:

  • Verselbstständigung
  • Verbesserung der Umgangsformen / sozialen Kompetenzen
  • Schulden-, Aggressions- und Drogenprävention
  • Zuverlässigkeit im Alltag
  • Soziale Anpassungsfähigkeit
  • Betreuung: 8 Teilnehmer - 3,6 Vollzeit-Fachkräfte
  • Intensivierte Betreuung: 8 Teilnehmer - 4,1 Vollzeit-Fachkräfte

Unsere Jugendhilfe Angebote

Eine Auszubildende in der Pause draußen

Intensivgruppe

Ihre persönliche Entwicklung im Zentrum unserer Arbeit: Mit der INTENSIVGRUPPE möchten wir Ihre soziale wie berufliche Integration erreichen und Sie für ein unabhängiges Leben fit machen

Eine Gruppe Jugendlicher bei einem Ausflug in die Neckargemünder Altstadt

Ambulante Jugendhilfe

Mit unserer AMBULANTEN JUGENDHILFE begleiten wir Sie auf dem Weg in ein eigenständiges Leben

Eine Mutter mit ihrem Kind beim Spielen

Mutter-/Vater-Kind Angebot

Mit unserem MUTTER-/VATER-KIND-ANGEBOT führen wir Sie an die elterliche Kompetenz heran und bieten Ihnen berufliche Perspektiven durch Berufsvorbereitung & Ausbildung

Ihre Ansprechpartner

Karl-Heinz Fenselau


Leiter Jugendhilfe


E-Mail: info.bbwn@no-spamsrh.de
Telefon: +49 (0) 6223 89-2655

Email schreiben

Philipp Jewak


Aufnahme und Beratung


E-Mail: philipp.jewak@no-spamsrh.de
Telefon: +49 (0) 6223 89-2655

Email schreiben

Gabriele Mann


Aufnahme und Beratung


E-Mail: gabriele.mann@no-spamsrh.de
Telefon: +49 (0) 6223 89-2335

Email schreiben
Video
360°
Downloads
Kontakt