Technische Qualifikation von Auszubildenden mit Handicap im tec - Technological Education Center

Digitalisierung und neue Technologien verändern die Arbeitswelt in einem rasanten Tempo. Aufgaben, Anforderungen und Tätigkeitsfelder von Morgen werden zunehmend geprägt sein von digitalen Daten in einem stark technisierten Arbeitsumfeld. Folglich steigt zunehmend der Bedarf an qualifizierten Fachkräften, die mit neuen Technologien umgehen können, komplexe digitale Prozesse verstehen und auf neue Fragestellungen anwenden können. Qualifizierung und Kompetenzentwicklung sind Schlüssel, um Auszubildenden mit einer Behinderung Chancen für den Arbeitsmarkt der Zukunft zu eröffnen und somit Inklusion möglich zu machen.

Als Bildungseinrichtung sehen wir uns zunehmend in der Pflicht Neugier und Verständnis für neue Technologien  zu schaffen, Barrieren abzubauen und Sicherheit im Umgang mit technischen und digitalen Inhalten bereits während der Ausbildung zu ermöglichen.

Das tec - Technological Education Center, welches 2017 als „Robotik AG“ von Frau Dr. Leila Mekacher ins Leben gerufen wurde, ist durch die Mitwirkung motivierter Azubis schnell zu einem technischen Kompetenzbereich im SRH Berufsbildungswerk herangewachsen. Das tec ist ausgestattet mit modernen Notebooks, Tablets, Virtual Reality Headsets, Augmented Reality Brillen, Siemens SPS (Logo und Simatic S7), Robotern sowie Fabrik-Trainingsmodelle mit industrieller Steuerung als Demonstrationsmodelle für Industrie 4.0 und Digitalisierung.

Fachbereichsübergreifende Qualifikationen schaffen
An den technischen Entwicklungen im tec arbeiten Auszubildende aus verschiedenen Bereichen: Fachinformatiker, Anwendungsentwickler, Elektroniker, Automatisierungstechniker sowie  Informations- und Systemtechniker. Eine fachbereichsübergreifende Kooperation zwischen der Berufsschule und der Ausbildung im Berufsbildungswerk ist ein wichtiger Bestandteil des Konzepts. Denn durch die Bündelung des Know-How der verschiedenen Abteilungen erhalten die Mitglieder eine fachlich und pädagogisch spezifische Unterstützung, um ihre Aufgaben im Rahmen der Projekte qualifiziert umzusetzen.

Der Anspruch an die Mitglieder ist neben der Praxiserfahrung ebenso das Denken in komplexen Zusammenhängen, Verständnis für die Analyse und Verarbeitung von großen Datenmengen, Programmierung, systemisches Denken und die Übertragung des theoretischen Wissens auf echte Probleme der modernen digitalen Industrie.

Das Technological Education Center arbeitet derzeit an folgenden Themen und Projekten:

Robotik: Programmierung, Vermittlung von Fachwissen aus der Robotik wie Roboterkinematik und -dynamik, Implementierung von Steuerungsstrukturen, Verhaltensfusion, Navigation, uvm.

Automation: Einsatz von Industriellen Steuerungen wie Simatic S7 und LOGO-Steuerung von Siemens, Prozessmodellierung, Implementierung von Teilkonzepten der Industrie 4.0, uvm.

LabVIEW: die graphische Programmierumgebung LabVIEW (Laboratory Virtual Instrumentation Engineering Workbench) kennenlernen, Inhalte aus Core 1 + Core 2 vermitteln und Anwendungen entwickeln.

Virtual Reality & Augmented Reality: Entwicklung von AR-Anwendungen zur kontextbezogenen Einblendung digitaler Daten (Texte, Videos, 3-D Modelle), Trigger-Objekten und Interaktionen in der Umgebung, VR-Umgebungen und Assets.

App-Design: Entwicklung von Apps für Android mit Android Studio sowie Apps für iOS-Geräte unter X-Code mit der Programmiersprache Swift.

Informationstechnologie: Webbasierte Kommunikation, Client-Server-Modelle (Funktionalitäten/ Dienste, Datenbanksystem, Dateisysteme), IT-basierte Lösungen zu den oben genannten Fachbereichen.

Frau Dr. Mekacher

Dr. Leila Mekacher

Dr. Leila Mekacher


Projektleiterin


E-Mail: leila.mekacher@no-spamsrh.de

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„Das tec bildet eine wichtige technische Zusatzqualifikation für die Auszubildenden im Berufsbildungswerk. Hier bekommen die Entwickler Zugang zu Spitzentechnologien, die Möglichkeit sich über aktuellen Entwicklungen auszutauschen und ein optimales Setup zur Förderung ihrer überfachlichen Kompetenzen (soziale, methodische, kognitive und personale Kompetenzen)“, erklärt Frau Dr. Mekacher.


Leiterin, Dr. rer. nat. Leila Mekacher, kann langjährige Forschungstätigkeiten und Veröffentlichungen in den Fachgebieten autonome mobile Roboter, Mensch-Technik-Interaktion und Verlässlichkeits- und Sicherheitsaspekte bei Fahrassistenzsystemen vorweisen. In ihrer Doktorarbeit zum Thema „Komponentenbasierte Überwachung hybrider Systeme durch den Einsatz formaler Methoden“ hat Frau Dr. Mekacher ein echtzeitfähiges Überwachungs- und Fehlererkennungsmechanismus für sicherheitskritischen Systemen entwickelt, welches sich über den gesamten Entwicklungsprozess systematisch einbetten und während des Betriebs ausführen lässt. Zusätzlich arbeitet Frau Dr. Mekacher an einem Netzwerk aus Industrie, Institutionen und Hochschulen, um Kooperationspartner für die verschiedenen Projekte zu gewinnen.

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