25.10
2019

8. Jugendhilfe-Fachtagung

Eindrücke der Besucher von der Tagung.

Zwei Tage lang informierten und diskutierten über 150 Fachbesucher und Experten darüber wie Prozesse optimiert werden können, damit Ämter und Agenturen gemeinsam junge Menschen mit Sozialisations- oder Entwicklungsdefiziten optimal fördern können.

Am ersten Tag der Fachtagung informierte die Fachanwältin für Sozialrecht, Gila Schindler, über gesetzliche Grundlagen des SGB VIII, sowie über die ab 2020 neu in Kraft tretende  Bundesteilhabegesetz. Prof. Dr. Stefan Kutzner richtet seinen Blick auf den betroffenen Personenkreis. Im Anschluss hatten Teilnehmer die Wahl zwischen acht verschiedenen Vortragsangeboten, in denen sie sich nochmal näher mit den einzelnen Aspekten des Themas auseinandersetzen konnten.

U.a. haben sich Integrationsbegleiter des BBW mit dem esf-Projekt Jugendperspektive in einer kleineren Runde gemeinsam mit ihren Zuschauern über die Problematik der eigenständigen Wegfindung junger Menschen ins Berufsleben beschäftigt. Die Problematik der Umsetzung einer Unterstützung spiegelt sich teilweise schon in der mangelnden technischen Ausstattung in Schulen wieder oder auch bei Sprachvermittlung für hilfesuchende junge Menschen mit Migrationshintergrund. Das Projekt zeige, dass der geschätzte Bedarf niedriger ist als der tatsächliche.

André Trinks, Gschäftsführer von Ikarus Rhein-Neckar, erzählte aus der Sicht des etwas "Anderen Leistungsanbieters nach §60 SGB IX"  aus der praktischen Bildungsarbeit. Frau Malotke von der Agentur für Arbeit Heidelberg, stellte die Zugangsmöglichkeiten für schwer vermittelbare Jugendliche aus Sicht der Agentur für Arbeit dar. Jürgen May, Leiter Stadtjugendamt Ludwigshafen a.D. führte in die Herangehensweisen und Optionen zur Hilfeleistung für junge Familien und Leistungsberechtigte aus Sicht der Jugendämter ein. Dr. med. Rieke Oelkers-Ax, ärztliche Leiterin des Familientherapeutischen Zentrums Neckargemünd ging auf Kooperationsmöglichkeiten zwischen Jugendhilfe und therapeutischen Zentren im Mutter-Kind Bereich ein.

Am zweiten Tagungstag ging es mit der Podiumsdiskussion „Wenn zwei sich streiten…“, moderiert von Antti Soramies, Radio Regenbogen, weiter. Hier trafen Theorie und Praxis aus den verschiedenen Blickwinkeln der Beteiligten zusammen: 

„Wir haben gekapselte Systeme, die nicht kompatibel sind“, sagt Jürgen May, Leiter Stadtjugendamt, Jugendamt Ludwigshafen a.D.

„Ich kann manchmal auch als Anwältin nicht viel tun. Die fallen dann einfach durch das System.“, Gila Schindler, Fachanwältin für Sozialrecht.

Für Gisela Malotke, Agentur für Arbeit, liegt das Problem eher darin, dass die einzelnen Kostenträger nicht miteinander reden. Sie würde sich eine bessere Abstimmung unter den Trägern wünschen. Jürgen May ist jedoch der Ansicht „Wenn es politisch nicht gewollt ist, dass wir mit einander reden, bringt unser Wille auch nichts...“

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion hatten die Fachtagungsgäste die Möglichkeit, an einer Führung durch unser Berufsbildungswerk teilzunehmen.

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